Die Kernidee des Programms bei Handarthrose – Rhizarthrose oder Fingerarthrose
Viele suchen nach „Rhizarthrose OP vermeiden“. Entscheidend ist das Zeitfenster:
Die konservative Chance ist am größten, solange die Gelenkmechanik noch steuerbar ist und bevor sich starke Fehlstellung/Deformität „festsetzt“.
Weil Fingerschmerzen manchmal nicht nur ein lokales Problem sind. Als Facharzt für Physikalische Medizin & Rehabilitation kann ich:
- Systemische Entzündungen ärztlich prüfen (Rheumaabklärung, Silent Inflammation etc.)
- Differentialdiagnosen sauber abgrenzen (Polyarthritis, Psoriasisarthritis)
- Reha-Logik medizinisch steuern: Entzündungsmodulation, Regeneration, Last, Eskalationspfade
- Ärztliche therapeutische Maßnahmen setzen: fok. Stosswelle, hochenergie Magnetfeld, hochenergie Laser, Antientzündungs Infusionen
Das kann ein reiner PT oft nicht (und darf manches nicht).
ARTHROFREI ist so gebaut, dass wir:
- konservativ maximal sauber ausschöpfen (Schub beruhigen, Mechanik stabilisieren, Pinch/Grip planbar aufbauen)
- und rechtzeitig erkennen, wann Eskalation (Injektion/OP-Abklärung) sinnvoll ist.
Wenn du das kennst, bist du hier richtig
- Daumenbasis-Schmerz beim Schlüsselgriff, Flaschen öffnen, Drehen/Schrauben
- Knoten an den Fingern (End- oder Mittelgelenke) + Steifigkeit
- Schmerzen kommen in Schüben (mal geht’s, mal „brennt’s“)
- Du trägst eine Schiene, aber die Kraft kehrt nicht zurück
- Du willst eine OP vermeiden/verschieben oder eine OP-Entscheidung endlich sauber qualifizieren

Quality Gate – wann das Programm passt
HAND passt typischerweise nicht, wenn primär etwas anderes dahintersteckt:
- akutes heißes Gelenk, Fieber (Infekt/Kristall)
- deutliche systemische Entzündungszeichen (RA/PsA-Verdacht)
- dominanter Nerv-/Sehnenengpass (CTS, De-Quervain, Trigger)
- Trauma mit Instabilität/Deformität
Was das Programm ist (und was nicht)
ARTHROFREI ist ein ärztlich geführtes, multimodales Programm für Handarthrose – in einem festen Zeitfenster, mit klaren Modulen, Progression und Messpunkten.
HAND ist nicht:
- Geräte-Abo
- „Standard-Ergotherapie-Verordnung“, die lose nebenbei läuft
- schnelle Lösung ohne Umsetzen der Last-/Funktionsregeln
Der Unterschied zur „normalen Ergotherapie“:
- Ärztliche Steuerung (Muster, DDx, Schublogik, Eskalationspfad)
- Module greifen ineinander (Orthese → Schubkontrolle → Pinch/Grip-Aufbau → Alltagstransfer)
- Zeitfenster + Outcomes: wir messen, ob es wirklich besser wird
So läuft das Programm ab
1) Ärztlicher Indikationscheck
- Muster: CMC-1 vs DIP/PIP ± STT (Handgelenksnah unter dem Daumen)
- DDx: Rheuma/Gicht/Sehne/Nerv
- selektiv: Röntgen/Ultraschall/Labor
- Baseline-Outcomes + Funktions-Tasks (Schlüsselgriff = Pinch, Flaschengriff = Grip, Öffnen, Schreiben)
2) Intensiver Startzyklus (zeitlich begrenzt)
Ziel: Schub-/Reizlage runter und Greiffunktion planbar stabilisieren.
Bausteine (selektiv, nach Muster):
- Orthesen-/Schienenstrategie, die Alltag ermöglicht (nicht „stilllegen um jeden Preis“)
- Handtherapie/Ergotherapie als Progressionsplan (nicht lose Einzelsitzungen)
- Pinch-/Grip-Fahrplan + Alltags-Setup + Rückfall-Regeln
- Hilfsmittel-Beratung/Ergonomie (z. B. Griffverdickungen, Deckelhilfen, Öffnungsstrategien), damit Alltagsfunktionen wie Glas öffnen oder Schlüssel drehen früh wieder machbarer werden
- Hoch Energie Lasertherapie – Photobiomodulation, Lichttherapie (Hiro TT): zur Unterstützung von Zellregeneration und Entzündungshemmung im Schub
- fokussierte Stoßwelle (selektiv): zur lokalen Gewebemodulation/Schmerzreduktion bei passenden Reizzuständen
- Antientzündliche Infusionen wie z.B. Curcuma, Alphaliponsäure (selektiv): zur systemischen Unterstützung von Zellregeneration und Entzündungshemmung
- Individuelle, antientzündliche Supplements durch TNF-alpha Hemmtest: die entzündungshemmende Wirkung von Substanzen (z. B. Phytopharmaka, Vitalstoffe) wird auf die Hemmung von Tumornekrosefaktor-alpha aus Monozyten/Makrophagen untersucht. Er dient der personalisierten Auswahl antientzündlicher Therapieoptionen bei chronischen Entzündungen.
wichtig: keine „Wundertherapie“, sondern damit du deinen Funktionsaufbau überhaupt wieder sauber starten kannst

3) Progression, Follow-up & Entscheidung
Was wir messen (Outcome statt Bauchgefühl)
Primär: AUSCAN oder PRWHE – international etablierte Standard-Scores für Handfunktion/Schmerz.
Sekundär: Pinch/Grip (Dynamometer), VAS, Funktions-Tasks, optional QuickDASH
Gerade Pinch- und Grip-Kraft sind für viele Patienten der greifbarste Outcome: Schlüssel drehen, Flasche öffnen, Besteck halten, Tasche tragen. Deshalb messen wir nicht nur „Kraft allgemein“, sondern möglichst konkret Schlüsselgriff (Pinch) und Flaschengriff/Tragegriff (Grip).
„Von Schub zu stabiler Greifkraft in 4 Phasen“
- Schub beruhigen & Last stabilisieren
- Gelenkschutz + Alltag wieder „machbar“
- Progressiver Kraftaufbau (Pinch/Grip)
- Rückfall-Protokoll & Langzeit-Stabilität