healthPi wird RECURIO – Dr. Gruther & Team Liebe Patientinnen und Patienten, aus der bisherigen Ordination Dr. Gruther / healthPi wird RECURIO – Dr. Gruther & Team. Für Sie bleiben Standort und Ansprechpartner gleich – der medizinische Fokus wird noch klarer: Wir sind spezialisiert auf präzise ärztliche Diagnostik und ärztlich geführte, strukturierte Therapieprogramme. RECURIO steht für „Rückkehr zur Kraft“ – durch Medizin, die Ursachen versteht und Therapie strukturiert umsetzt.

Fokussierte und radiale Stoßwellentherapie bei RECURIO

Präzise mechanische Impulse für Schmerztherapie, Geweberegeneration und funktionelle Rehabilitation

Die extrakorporale Stoßwellentherapie, kurz ESWT, ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem mechanische Druckimpulse von außen in das Gewebe eingebracht werden. In der modernen muskuloskelettalen Medizin werden vor allem zwei Formen unterschieden: fokussierte Stoßwellen und radiale Stoßwellen. Fokussierte Stoßwellen bündeln Energie gezielt in einer definierten Tiefe, während radiale Stoßwellen ihre höchste Energie oberflächennah entfalten und sich von der Applikationsstelle flächiger ausbreiten (STORZ MEDICAL, Tenforde et al. 2022).

Bei RECURIO wird Stoßwellentherapie nicht als pauschale Einzelmaßnahme eingesetzt, sondern nach ärztlicher Indikationsstellung in ein strukturiertes Behandlungskonzept eingebettet. Die Wahl zwischen fokussierter und radialer Stoßwelle hängt von Beschwerdebild, Zielstruktur, Gewebetiefe, Reizbarkeit, Vorbehandlungen und therapeutischem Ziel ab. Ziel ist nicht nur kurzfristige Schmerzreduktion, sondern eine sinnvolle Kombination aus Schmerzmodulation, Gewebestimulation, Belastungssteuerung und aktiver Rehabilitation.

Was ist Stoßwellentherapie?

Stoßwellen sind kurze, energiereiche mechanische Wellen mit einem schnellen Druckanstieg und einer anschließenden negativen Druckphase. In der muskuloskelettalen Anwendung sollen sie biologische Prozesse im Gewebe stimulieren, unter anderem über Mechanotransduktion, also die Umwandlung mechanischer Reize in zelluläre Signalprozesse (Vázquez-Sasot et al. 2023). Beschrieben werden analgetische, durchblutungsfördernde, gewebereparative und osteogene Effekte, wobei die genauen Mechanismen je nach Gewebe und Indikation noch nicht vollständig geklärt sind (Vázquez-Sasot et al. 2023).

Klinisch wird ESWT vor allem bei chronischen Sehnenansatzbeschwerden, Fasziopathien, myofaszialen Schmerzen, ausgewählten Knochenheilungsstörungen und bestimmten degenerativen oder überlastungsbedingten muskuloskelettalen Beschwerden eingesetzt. Best-Practice-Empfehlungen betonen, dass Stoßwellentherapie in der Regel mit aktiver Rehabilitation, Belastungsaufbau und klarer Verlaufskontrolle kombiniert werden sollte (Tenforde et al. 2022).

Fokussierte Stoßwelle: präzise Energie in definierter Tiefe

Die fokussierte Stoßwellentherapie bündelt mechanische Energie in einem therapeutischen Fokus. Dadurch können tiefere Zielstrukturen präziser erreicht werden als mit radialen Druckwellen. Best-Practice-Empfehlungen beschreiben fokussierte Stoßwelle als besonders relevant für tiefer liegende Strukturen, knöcherne Indikationen, Kalktendinopathien und Gelenk- oder subchondrale Zielregionen (Tenforde et al. 2022).

Bei RECURIO kann fokussierte Stoßwelle infrage kommen, wenn eine klar lokalisierbare, tiefer liegende Schmerz- oder Gewebestruktur behandelt werden soll. Beispiele sind hartnäckige Tendinopathien, Verkalkungen, Knochenstressreaktionen, verzögerte Knochenheilung, Knochenmarködem-nahe Beschwerden oder tiefer liegende Ansatzzonen, sofern die ärztliche Beurteilung dafür spricht.

Wir arbeiten mit zwei Geräten: 

  • BTL fokussierte Stoßwelle

Das BTL Focused Shockwave System arbeitet laut Hersteller mit patentierter elektroakustischer Technologie und einem Frequenzbereich bis 25 Hz (BTL). BTL beschreibt die fokussierte Stoßwelle als Verfahren für tiefer liegende chronische Schmerzbedingungen wie Tendinopathien, Verkalkungen und Knochenheilungsstörungen; die Behandlung dauert laut Hersteller typischerweise bis zu 10 Minuten, häufig werden etwa 3 bis 5 Sitzungen genannt, abhängig von Indikation und Therapieziel (BTL).

Das BTL-6000 FSWT-Handbuch beschreibt einstellbare Parameter von 5–100 % Intensität, 1–20 Hz beziehungsweise in manchen Gerätereferenzen bis 25 Hz Frequenz und 0–9999 Stoßimpulse pro Behandlung (BTL-6000 FSWT User Manual). Je nach Kopplungspad können laut Handbuch unterschiedliche Fokustiefen gewählt werden: etwa 15 mm, 30 mm oder 45 mm Fokalpunkttiefe, mit einer angegebenen Fokuszone bis 65 mm Tiefe beim S-Pad (BTL-6000 FSWT User Manual).

Der medizinisch relevante Vorteil der BTL-fokussierten Stoßwelle liegt in der Möglichkeit, Energie gezielt in definierte Gewebetiefen einzubringen. Bei RECURIO ist diese Präzision insbesondere dann relevant, wenn nicht nur eine oberflächliche Schmerzregion, sondern eine tiefere Sehnenansatz-, Knochen- oder Gelenkregion therapeutisch adressiert werden soll.

  • STORZ fokussierte Stoßwelle

STORZ MEDICAL bietet mit dem DUOLITH SD1 ultra ein modulares System für fokussierte und radiale Stoßwellentherapie mit optionaler diagnostischer Ultraschallbildgebung an (STORZ MEDICAL DUOLITH). Für das fokussierte SEPIA-Handstück nennt STORZ eine Energieflussdichte von 0,01–0,55 mJ/mm², eine Fokalzonentiefe von 0–65 mm und eine Penetrationstiefe bis 125 mm (STORZ MEDICAL DUOLITH).

Ein besonderer Vorteil des STORZ-Systems ist die Option, Diagnostik und Therapie enger zu verknüpfen. STORZ beschreibt beim DUOLITH SD1 ultra eine optionale Ultraschallbildgebung mit Farbdoppler, die zur Lokalisation von Zielstrukturen und zur Dokumentation im integrierten Patientenmanagement genutzt werden kann (STORZ MEDICAL DUOLITH). Das ist klinisch relevant, weil exakte Diagnose, Lokalisation und Indikationsstellung entscheidend für den Behandlungserfolg sind.

Bei RECURIO ist die fokussierte STORZ-Stoßwelle besonders dann sinnvoll, wenn präzise tiefe Zielstrukturen behandelt werden sollen oder wenn eine Kombination aus ärztlicher Untersuchung, bildgebender Einordnung und fokussierter Applikation erforderlich ist. Dazu können ausgewählte Sehnenansatzbeschwerden, Kalktendinopathien, tiefe myofasziale Schmerzareale, knöcherne Reizzustände und komplexere muskuloskelettale Beschwerdebilder gehören.

Radiale Stoßwelle: flächige Behandlung oberflächlicher Gewebe

Die radiale Stoßwellentherapie unterscheidet sich physikalisch von der fokussierten Stoßwelle. STORZ erklärt den Unterschied patientenverständlich: Radiale Stoßwellen werden über ein Handstück auf der betroffenen Region erzeugt und breiten sich radial, also in mehrere Richtungen, im Gewebe aus; fokussierte Stoßwellen werden dagegen auf ein definiertes Zielgebiet konzentriert und können tiefer eindringen (STORZ MEDICAL).

Best-Practice-Empfehlungen beschreiben radiale Stoßwellen als besonders geeignet für oberflächliche Weichteile, Tendinopathien, Fasziopathien, myofasziale Triggerpunkte und spastische oder muskuläre Indikationen mit niedrig- bis mittelenergetischen Protokollen (Tenforde et al. 2022). Radiale Stoßwelle behandelt meist eine größere Fläche und eignet sich daher besonders für Gewebe, bei denen nicht ein einzelner tiefer Fokus, sondern eine oberflächliche Schmerz- oder Funktionszone im Vordergrund steht.

  • STORZ radiale Stoßwelle

STORZ bietet mit der MASTERPULS ultra Linie radiale Druckwellentherapie für orthopädische und muskuloskelettale Anwendungen an (STORZ MEDICAL MASTERPULS). Die MASTERPULS ultra Systeme nutzen das FALCON-Handstück, das laut STORZ einen erweiterten Energiebereich ab 0,3 bar bietet und optional durch V-ACTOR-Vibrationstherapie sowie beim MP200 ultra durch VACU-ACTOR-Vakuumtherapie ergänzt werden kann (STORZ MEDICAL MASTERPULS).

Bei RECURIO kann die radiale STORZ-Stoßwelle vor allem bei oberflächlichen Sehnen- und Muskelbeschwerden, myofaszialen Schmerzarealen, Triggerpunkten, Faszienbeschwerden und großflächigeren Weichteilproblemen eingesetzt werden. Sie kann die fokussierte Stoßwelle ergänzen, wenn sowohl ein tiefer Zielpunkt als auch umliegende oberflächliche Muskel- und Faszienstrukturen behandelt werden sollen.

  • BTL radialer Kontext und Abgrenzung

BTL beschreibt radiale Stoßwellentherapie als Verfahren, bei dem die maximale Intensität oberflächennah konzentriert ist und das daher besonders für oberflächlich liegende Weichteile geeignet ist (BTL Radial Shockwave). BTL nennt für sein radiales System Herstellerparameter bis 6 bar Druck und bis 22 Hz Frequenz sowie typische Behandlungsserien von 5 bis 10 Sitzungen, abhängig von Indikation und Gewebereaktion (BTL Radial Shockwave).

Diese Abgrenzung ist wichtig: Radiale Stoßwelle ist nicht einfach eine „schwächere“ Version der fokussierten Stoßwelle, sondern eine andere Applikationsform mit anderen Stärken. Sie eignet sich besonders für oberflächliche und flächigere Gewebeziele, während fokussierte Stoßwelle bei tieferen, präziser lokalisierbaren Zielstrukturen Vorteile hat (BTL Radial Shockwave, STORZ MEDICAL).

Wirkmechanismen

Die biologische Wirkung der Stoßwellentherapie wird überwiegend über mechanische Reize erklärt, die zelluläre Signalwege beeinflussen können. In Reviews werden Effekte wie Schmerzmodulation, reduzierte Aktivität schmerzrelevanter Neuropeptide, Förderung lokaler Durchblutung, Neovaskularisation, Stimulation von Tenocyten, Kollagensynthese und osteogene Signalwege beschrieben (Vázquez-Sasot et al. 2023).

Diese Mechanismen sollten seriös interpretiert werden. Stoßwellentherapie „repariert“ Gewebe nicht unmittelbar mechanisch, sondern setzt Reize, die biologische Umbau- und Heilungsprozesse unterstützen können. Deshalb ist die Kombination mit Belastungssteuerung, progressiver Übungstherapie, funktionellem Training und medizinischer Verlaufskontrolle entscheidend.

Bei welchen Beschwerden kann Stoßwellentherapie sinnvoll sein?

Bei RECURIO kann fokussierte oder radiale Stoßwellentherapie bei ausgewählten muskuloskelettalen Beschwerdebildern eingesetzt werden. Ob fokussiert, radial oder kombiniert behandelt wird, hängt von der Tiefe und Art der Zielstruktur ab.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • Tendinopathien und Enthesopathien: zum Beispiel Achillessehne, Patellarsehne, Rotatorenmanschette, Epicondylitis, Glutealsehnen oder Plantarfaszie.
  • Kalktendinopathien: besonders an der Schulter, wenn Verkalkungen und Reizzustände therapeutisch adressiert werden sollen.
  • Plantarfasziopathie und Fersenschmerz: bei chronischen Beschwerden, insbesondere nach unzureichender Wirkung konservativer Standardmaßnahmen.
  • Myofasziale Schmerzen und Triggerpunkte: vor allem mit radialer Stoßwelle oder kombinierter Behandlung.
  • Chronische Sehnenansatzschmerzen: wenn Belastungssteuerung und aktive Therapie allein nicht ausreichend greifen.
  • Ausgewählte Knochenheilungsstörungen: zum Beispiel verzögerte Frakturheilung oder Pseudarthrose, wobei hier eine besonders sorgfältige ärztliche Indikationsstellung und bildgebende Lokalisation erforderlich sind.
  • Sport- und Überlastungsbeschwerden: wenn Schmerz, Funktion und Rückkehr zur Belastung strukturiert begleitet werden müssen.
  • Ausgewählte Gelenk- und subchondrale Reizzustände: etwa bei arthroseassoziierten Schmerzen oder Knochenmarködem-nahen Beschwerden, je nach Befund und Therapieziel.

Klinische Evidenz: Was ist gut belegt, was muss vorsichtig eingeordnet werden?

Die Evidenz für ESWT ist je nach Indikation unterschiedlich stark. Eine narrative Übersicht zu muskuloskelettalen Schmerzen beschreibt gute Evidenz für mehrere etablierte Indikationen, darunter Kalktendinopathie der Schulter, laterale Epicondylitis, Plantarfasziitis und verzögerte Knochenheilung; für andere Indikationen wie Patellarsehnen-, Achillessehnen- oder myofasziale Beschwerden ist die Evidenz vielversprechend, aber heterogener (Vázquez-Sasot et al. 2023).

Best-Practice-Empfehlungen betonen, dass Unterschiede in Gerätetyp, Energieflussdichte, Impulszahl, Sitzungsfrequenz, Applikationsort, Analgesie und begleitender Rehabilitation die Studienlage schwer vergleichbar machen (Tenforde et al. 2022). Deshalb sollte RECURIO Stoßwellentherapie nicht als standardisierte Pauschalbehandlung kommunizieren, sondern als gezielt dosierten Baustein innerhalb eines ärztlich geführten Plans.

Für Sport- und Sehnenbeschwerden zeigen Übersichten, dass ESWT sicher bei verschiedenen muskuloskelettalen Verletzungen und Tendinopathien eingesetzt werden kann, optimalerweise in Verbindung mit Physiotherapie und progressiver Belastungssteuerung (Schroeder et al. 2021). Eine systematische Übersichtsarbeit zu orthopädischen Indikationen beschreibt ESWT insgesamt als wirksame und sichere nicht-invasive Option für Sehnen- und andere muskuloskelettale Pathologien, weist aber ebenfalls auf die Bedeutung geeigneter Protokolle hin (Schmitz et al. 2015).

Die seriöse Einordnung lautet: Stoßwellentherapie ist ein etabliertes, nicht-invasives Verfahren mit guter klinischer Plausibilität und relevanter Evidenz für mehrere muskuloskelettale Indikationen. Sie ist jedoch keine isolierte „Sofortheilung“, sondern entfaltet ihren Nutzen vor allem bei korrekter Diagnose, passender Gerätauswahl, präziser Dosierung und begleitender Rehabilitation.

Fokussiert, radial oder kombiniert?

Fragestellung Fokussierte Stoßwelle Radiale Stoßwelle Kombinierte Anwendung
Gewebetiefe Präziser Fokus in definierter Tiefe Oberflächennah, flächiger Tiefes Ziel plus umliegende Weichteile
Typische Zielstrukturen Knochen, Kalk, tiefe Sehnenansätze, subchondrale Regionen Muskeln, Faszien, oberflächliche Sehnen, Triggerpunkte Komplexe Tendinopathien, mehrere Schmerzgeneratoren
Energiecharakter Energie am Fokus gebündelt Maximale Energie nahe Applikator Kombination unterschiedlicher Reizprofile
Diagnostischer Anspruch Häufig besonders lokalisationsabhängig Oft stärker klinisch-flächig Erfordert klare Priorisierung der Zielstrukturen
RECURIO-Logik Präzision bei tiefer Zielstruktur Flächige neuromuskuläre und myofasziale Ergänzung Wenn tiefe und oberflächliche Komponenten zusammenwirken

 

Best-Practice-Empfehlungen sehen kombinierte Stoßwellentherapie als sinnvollen Ansatz bei Tendinopathien, Fasziopathien und komplexer Gelenkanatomie, weil unterschiedliche Gewebeschichten und Schmerzquellen adressiert werden können (Tenforde et al. 2022).

Behandlungsablauf bei RECURIO

Vor der Stoßwellentherapie erfolgt eine medizinische Einschätzung. Dabei wird geprüft, welche Struktur betroffen ist, ob die Beschwerden eher oberflächlich oder tief liegen, ob Bildgebung erforderlich ist und ob Kontraindikationen bestehen. Bei RECURIO wird außerdem beurteilt, welche Rolle die Stoßwelle im Gesamtplan spielen soll: Schmerzreduktion, Gewebestimulation, Mobilisation, Vorbereitung aktiver Therapie oder Unterstützung eines Rehabilitationsverlaufs.

Während der Behandlung wird die Zielregion lokalisiert und mit einem Applikator behandelt. Je nach Gerät und Zielstruktur wird fokussiert, radial oder kombiniert gearbeitet. Eine Sitzung dauert häufig nur wenige Minuten bis etwa 10–15 Minuten; viele Protokolle arbeiten mit mehreren Sitzungen im Abstand von etwa einer Woche, häufig im Bereich von 3 bis 5 Sitzungen, wobei Indikation, Gewebereaktion und Therapieziel entscheidend sind (Tenforde et al. 2022, BTL).

Während der Behandlung kann ein Druck-, Klopf- oder Schmerzreiz auftreten. Die Intensität wird so angepasst, dass ein therapeutischer Reiz entsteht, aber die Behandlung tolerierbar bleibt. Lokalanästhesie wird in Best-Practice-Empfehlungen meist nicht empfohlen, weil die klinische Schmerzlokalisation und die Reizantwort therapeutisch relevant sein können (Tenforde et al. 2022).

Sicherheit und Kontraindikationen

ESWT gilt bei korrekter Indikationsstellung und fachgerechter Anwendung als überwiegend gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Schmerzen während oder nach der Behandlung, Rötung, Schwellung, Bluterguss, Hämatom, Hautirritation oder vorübergehendes Kribbeln beziehungsweise Nervenreizung (Tenforde et al. 2022, BTL-6000 FSWT User Manual).

Eine ärztliche Prüfung ist insbesondere erforderlich bei Schwangerschaft, akuter Infektion, Tumorerkrankungen im Behandlungsgebiet, relevanten Gerinnungsstörungen, Antikoagulation, Thrombose, Sensibilitätsstörungen, frischer Kortisoninjektion im Zielgebiet, vollständigem Sehnenriss, Wachstumsfugen bei Kindern, implantierten elektronischen Geräten oder der Behandlung in der Nähe von Lunge, großen Nerven- und Gefäßstrukturen oder empfindlichen Organen (Tenforde et al. 2022, BTL-6000 FSWT User Manual).

Nach der Behandlung sollte die Belastung medizinisch sinnvoll gesteuert werden. Best-Practice-Empfehlungen raten dazu, Stoßwellentherapie mit Rehabilitation zu kombinieren und entzündungshemmende Medikamente, Eis, Kortikosteroide oder andere interventionsstörende Faktoren im unmittelbaren Umfeld der Behandlung kritisch zu prüfen (Tenforde et al. 2022).

Warum RECURIO für Stoßwellentherapie?

Bei RECURIO steht nicht das Gerät im Mittelpunkt, sondern die medizinische Entscheidung, welche Struktur warum behandelt wird. Die Möglichkeit, BTL-fokussierte Stoßwelle sowie STORZ-fokussierte und STORZ-radiale Stoßwelle differenziert einzusetzen, erlaubt eine präzisere Anpassung an das Beschwerdebild.

Gerade bei komplexen Schmerzen, chronischen Tendinopathien, hartnäckigen Ansatzzonen, Knochenstressreaktionen oder gemischten myofaszialen und tiefen Schmerzquellen ist diese Differenzierung entscheidend. Fokussierte Stoßwelle kann tiefe Zielstrukturen präzise adressieren, radiale Stoßwelle kann oberflächliche und flächige Weichteilkomponenten ergänzen, und die Kombination kann sinnvoll sein, wenn mehrere Gewebeschichten zum Beschwerdebild beitragen.

Wenn Sie wissen möchten, ob fokussierte oder radiale Stoßwellentherapie für Ihr Beschwerdebild geeignet ist, vereinbaren Sie eine ärztliche Beratung bei Univ. Lektor Dr. Gruther. Gemeinsam wird geprüft, welche Methode medizinisch sinnvoll ist, wie sie in ein Therapieprogramm eingebettet wird und welche begleitenden Schritte notwendig sind, damit Schmerzreduktion, Belastbarkeit und Funktion nachhaltig verbessert werden können.



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